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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Die Danube Angels GmbH und ihre Gründungspartner

Danube Angels wurde 2017 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung von vier, bisher bereits mit eigenen Unternehmen erfolgreichen, Partnern gegründet, um die neuen rechtlichen Möglichkeiten der Schwarmfinanzierung („Crowd-Investing“) in Österreich nutzbar zu machen.

Die Partner sind Dr. Werner Festa (Interfides Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH), Mag. Peter Helesic MBA (Helecom sro.), Mag. Jakob Hütthaler-Brandauer (RA Kanzlei Hütthaler-Brandauer) und Paul G. Putz MBA (Paul Putz & Partner Management Consultants GmbH).

Danube Angels GmbH selektiert und analysiert Beteiligungsmöglichkeiten an Start-Ups und Wachstumsunternehmen in Österreich, Deutschland, Schweiz und dem CEE-Raum („Donau-Region“). Bei positivem Ausgang der Prüfung wird den Netzwerkinvestoren der Danube Angels das Investmentprojekt vorgestellt, wobei die Danube Angels Partner selbst immer auch als Co-Investoren auftreten und damit ihr Committment und das Vertrauen in das Zielunternehmen zum Ausdruck bringen.

Danube Angels GmbH hat sich das Ziel gesetzt, die Expertise der jeweiligen Fachbereiche der Partner zu bündeln und so für Investoren und Beteiligungsunternehmen einen deutlichen Mehrwert zu schaffen. Anstelle der oft führungslosen Crowd tritt ein Netzwerk gut informierter Investoren – Netzwerk schlägt Crowd.

Was ist Crowdinvesting?

Beim Crowdinvesting erwerben Anleger Anteile an einem Unternehmen bzw. stellen diesem Kapital für einen vereinbarten Zeitraum zur Verfügung, um es zu unterstützen (typischerweise ein neues Unternehmen mit innovativem Konzept). Dies bedeutet, dass man – je nach Modell der Beteiligung – am Gewinn und Verlust, sowie eventuell einer möglichen künftigen Steigerung des Unternehmenswerts anteilsmäßig beteiligt ist. Die einzelnen Investments sind in der Regel verhältnismäßig klein und ermöglichen dem Investor, sein Risiko pro Projekt in einem finanziell überschaubaren Rahmen zu halten.

Best-Case Szenario: Die Idee wird angenommen und in vermarktbare Produkte und/oder vermarktbare Dienstleistungen umgesetzt. Nach Erreichen der Gewinnschwelle und Aufholung allfälliger Anlaufverluste erzielt das Unternehmen Gewinne, an denen man beteiligt ist. Im Fall von bestehenden Unternehmen ermöglicht dieses Kapital weiteres Wachstum. Gewinnausschüttungen/Zinszahlungen erfolgen, das Unternehmen wächst, schafft dabei viele Arbeitsplätze und floriert. Der Unternehmenswert steigt und die Anleger sind eventuell auch an dieser Wertsteigerung beteiligt. Sie erhalten dann je nachdem, wie hoch der Anteil am Unternehmen ist, am Ende der Laufzeit oder im Fall des Firmenverkaufs ein Mehrfaches ihres ursprünglichen Investments zurück.

Worst-Case Szenario: Die Idee verfehlt ihr Ziel und wird nicht angenommen. Das gegründete bzw. bestehende Unternehmen wird insolvent und der gesamte investierte Betrag kann nicht mehr zurückgezahlt werden. Nachschusspflicht besteht jedoch grundsätzlich nicht.

Wie hoch ist das Risiko von Crowdinvesting?

Im Erfolgsfall sind attraktive Renditen möglich. Es können jedoch keine Zusagen oder verlässliche Prognosen über künftige Erträge gemacht werden. Insbesondere stellen etwaige erwirtschaftete Erträge in der Vergangenheit keinen Indikator für künftige Erträge dar. Jede Investition kann zu einem Totalausfall des eingesetzten Kapitals führen. So kommen insbesondere folgende Risiken zum Tragen:

Insolvenzrisiko

Darunter versteht man die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten. Zahlungsunfähigkeit des Emittenten führt regelmäßig zu einem Totalverlust.

Malversationsrisiko

Darunter ist das Risiko zu verstehen, dass es im Unternehmen des Emittenten zu strafbaren Handlungen von Mitarbeitern/Organen kommt. Diese können nie zur Gänze ausgeschlossen werden. Malversationen können den Emittenten mittelbar oder unmittelbar schädigen und auch zur Insolvenz führen.

Klumpenrisiko

Darunter versteht man jenes Risiko, das entsteht, wenn ein Anleger keine oder nur eine geringe Streuung des Portfolios vornimmt. Von einem Investment in nur wenige Titel ist daher dringend abzuraten.

Erschwerte Übertragbarkeit von Veranlagungen

Darunter ist zu verstehen, dass Investitionen gemäß § 1 (1) Z 3 KMG nur unter besonderen Bedingungen übertragbar sind und dass es in der Regel keinen Kurswert gibt. Investmentsummen müssen also so gering gewählt werden, dass auch eine längere Behaltefrist keine Liquiditätsengpässe verursacht.

Wie werden die Investitionsprojekte ausgewählt?

Allgemeine Kriterien für die Auswahl und Zulassung als Emittent:

  • der Geschäftssitz des Emittenten ist in Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei oder Ungarn
  • die Rechtsform des Emittenten ist eine Kapitalgesellschaft
  • die Kapitalgesellschaft verwendet das Kapital der Investoren für die operative Geschäftstätigkeit des Unternehmens
  • das Unternehmen ist gewinn- und wachstumsorientiert

Aufgrund der hohen Komplexität von Unternehmen und deren Projekte können keine speziellen Auswahlkriterien erarbeitet werden. Die Danube Angels GmbH behält sich daher das Recht vor, Unternehmen nach eigenem Ermessen auszuwählen oder abzulehnen.

Wer kann in ein Projekt investieren?

Sowohl natürliche Personen als auch juristische Personen.

Wie viel Geld kann ich in ein Projekt investieren?

Grundsätzlich darf laut Alternativfinanzierungsgesetz die maximale Investitionssumme pro Privatanlegerin/Privatanleger und Projekt innerhalb von zwölf Monaten 5.000 Euro nicht überschreiten. Diese Grenze darf nur überschritten werden, wenn die Anlegerin/der Anleger höchstens das Doppelte seines durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens über zwölf Monate gerechnet oder maximal zehn Prozent seines Finanzanlagevermögens investiert. Das bedeutet, die Anlegerin/der Anleger muss mehr als durchschnittlich 2.500 Euro netto im Monat verdienen bzw. ein Finanzanlagevermögen von mehr als 50.000 Euro zur Verfügung haben, um mehr als 5.000 Euro pro Projekt und Jahr zu investieren.

Welche Erträge kann ich für meine Investition erwarten?

Die Erträge können je nach Projekt unterschiedlich ausfallen. Es können jedoch keine Zusagen oder verlässliche Prognosen über künftige Erträge gemacht werden. Insbesondere stellen etwaige erwirtschaftete Erträge in der Vergangenheit keinen Indikator für künftige Erträge dar. Informationen zu den Ertragschancen finden Sie in den jeweiligen Anleger-Informationsblättern sowie in den Treuhandverträgen der Projekte.

Was ist ein „Fundinglimit“ und was ist eine „Fundingschwelle“?

Unter Fundinglimit ist jener Betrag zu verstehen, der maximal für das Projekt eingesammelt wird. Dieser Betrag kann nicht überschritten werden. Die Fundingschwelle liegt unter dem Fundinglimit und ist die Mindestsumme, die eingesammelt werden muss, um das Projekt zu realisieren. Erst durch Erreichen der Fundingschwelle bekommt auch der Treuhandvertrag Gültigkeit.

Was passiert mit meinem Geld, wenn die Fundingschwelle nicht erreicht wird?

Sollte die Fundingschwelle während der Laufzeit des Projektes nicht erreicht werden, bekommen Sie Ihren Investitionsbetrag (zuzüglich der für diesen Betrag in der Zwischenzeit allenfalls vereinnahmten Zinsen) binnen 14 Tagen wieder zurücküberwiesen.

Wer verwaltet mein investiertes Kapital?

Das investierte Kapital wird treuhändisch von der Interfides Wirtschaftsprüfungs- und SteuerberatungsgmbH verwaltet. Sollte die Fundingschwelle während der Laufzeit des Projektes nicht erreicht werden, bekommen Sie Ihren Investitionsbetrag binnen 14 Tagen wieder zurücküberwiesen. Wird die Fundingschwelle überschritten, bekommt die Interfides Wirtschaftsprüfungs- und SteuerberatungsgmbH den Auftrag, das eingesammelte Kapital an das Unternehmen zu überweisen und die Beteiligung treuhändisch für alle Investoren zu verwalten.

Wie kann ich investieren?

Um in ein Projekt zu investieren wählen Sie einfach den gewünschten Betrag aus und senden uns Ihre Daten über das Registrierungsformular. Durch die Auswahl eines Betrages auf der Webseite, kommt noch kein Vertrag über die Investition zustande. Sie geben uns damit nur bekannt, an einer Investition interessiert zu sein. Erst durch Unterzeichnung und Rücksendung des übersandten Treuhandvertrags und Einzahlung der Investitionssumme wird der Vertrag über den Erwerb von Gesellschaftskapital abgeschlossen. Der Vertrag steht unter der aufschiebenden Bedingung des Erreichens der jeweiligen Mindestinvestitionssumme (Fundingschwelle). Wird diese erreicht erhalten Sie eine Bestätigung per Email.  Wird die Fundingschwelle nicht erreicht, werden Sie ebenso per Email informiert und erhalten innerhalb von 14 Tagen ab Kenntnis des Treuhänders von Ihrer Kontoverbindung den Investitionsbetrag (zuzüglich der für diesen Betrag in der Zwischenzeit allenfalls vereinnahmten Zinsen) zurück.

Wie lange bin ich an meine Investition gebunden?

Die Investitionsdauer kann je nach Projekt variieren. Informationen zu der Laufzeit finden Sie in den jeweiligen Anleger-Informationsblättern sowie in den Treuhandverträgen der Projekte.

Welchen Vorteil habe ich bei den Danube Angels gegenüber anderen Crowdinvesting-Plattformen?

Im Gegensatz zu anderen Crowdinvesting-Plattformen bietet die Danube Angels GmbH keine Nachrangdarlehen, sondern Beteiligungen an Unternehmen mittels einer Treuhandstruktur an. Sie sind daher am Unternehmenserfolg und im Falle eines Verkaufes am Veräußerungserlös beteiligt. Außerdem stellt die Danube Angels GmbH Ihnen während der gesamten Laufzeit des Treuhandvertrages Informationen über die Entwicklung Ihrer Beteiligung sowie dem Geschäftsgang und der Umsetzung der Wachstumsstrategie zur Verfügung. Für spezifische Fragen haben Sie als Investor jederzeit die Möglichkeit, uns zu kontaktieren.

Reporting / Informationsverpflichtung

Selbstverpflichtung von Danube Angels: Während der Laufzeit wird dem Investor regelmäßig über die Entwicklung seiner Beteiligung berichtet. Dies erfolgt in drei Stufen:
  • Jahresbericht zur Investition/zu den Investitionen
  • Halbjährliches Update zur Investition/zu den Investitionen mit Informationen zum Geschäftsgang und dem Status der Umsetzung der Wachstumsstrategie
  • Einzelne Informationen zu wichtigen (außerordentlichen) geschäftlichen Ereignissen (per E-Mail)
Informationen werden über die Webpage oder per E-Mail verteilt. Spezifische Fragen zu einzelnen Investments können jederzeit an die Danube Angels GmbH gerichtet werden.

Kann ich meine Rechte als Investor aus dem Treuhandvertrag an jemand anderen übertragen?

Die Abtretung der Rechte aus dem Treuhandvertrag durch den Treugeber ist grundsätzlich zulässig. Eine teilweise Abtretung von Ansprüchen aus dem Treuhandvertrag durch den Treugeber ist jedoch ausgeschlossen. Weitere Informationen zur Abtretung der Rechte des Treugebers finden Sie in den jeweiligen Treuhandverträgen der Projekte.

Was ist bei der Versteuerung zu beachten?

Beteiligung an einer GmbH

Von Gewinnausschüttungen muss die GmbH 27,5% Kapitalertragssteuer (KESt) abziehen und in Österreich an das Finanzamt abführen. Österreichische Staatsbürger müssen diese Gewinnausschüttungen nicht mehr versteuern (Endbesteuerung). Falls Sie sonst über wenig Einkommen verfügen, kann eine „Regelbesteuerung“ beantragt werden und Sie bekommen einen Teil der KESt zurück.

Wenn die gehaltenen Anteile mit Gewinn verkauft werden, müssen Sie dies Ihrem Finanzamt melden und 27,5% KESt abführen.

Ausländische Investoren müssen Zinsen in Ihrem Heimatland angeben und bekommen die KESt angerechnet. Veräußerungsgewinne sind nicht in jedem Land steuerpflichtig, für ausländische Investoren können sich daher deutlich günstigere Steuersätze ergeben.

Bei konkretem Interesse empfehlen wir, unbedingt einen persönlichen Steuerberater einzuschalten.

Bitte beachten Sie: Wenn die Beteiligung über eine Kapitalgesellschaft gehalten wird, gelten diese Regelungen nicht.

helecom Interfides Paul Putz & Partner HB
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